Vorschau · Bundesstart 22. Oktober 2026
Moscas - Fliegen und andere Gäste
Moscas
Bastian Escobar, Teresita Sanchez und Hugo Ramirez in einem Film von Fernando Eimbcke
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Planken Lichtspiele
P4, 13, 68161 Mannheim
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So geht’s →
Worum geht's?
Olga (Teresita Sanchez) hat sich über Jahre ein Leben aufgebaut, das von Ordnung, Routine und Kontrolle geprägt ist. Jede Kleinigkeit in ihrer Wohnung hat ihren festen Platz, jeder Tag folgt einem vertrauten Muster. Doch ihre finanzielle Situation spitzt sich zu: Das Geld wird knapp, und es ist absehbar, dass sie auf Dauer nicht mehr über die Runden kommen wird. Notgedrungen entschließt sie sich zu einem Schritt, der ihr eigentlich zuwider ist – sie vermietet ein Zimmer ihrer Wohnung an einen fremden Mann (Hugo Ramirez), dessen Ehefrau derzeit in einem nahe gelegenen Krankenhaus behandelt wird. Was Olga zunächst nicht weiß: Der Untermieter bringt heimlich seinen neun Jahre alten Sohn (Bastian Escobar) mit in die Wohnung. Der Junge lebt fortan unbemerkt unter ihrem Dach, während sein Vater versucht, den Alltag zwischen Krankenhausbesuchen, Arbeit und der Sorge um sein Kind irgendwie zu bewältigen. Nach und nach wird es jedoch unmöglich, die Anwesenheit des Kindes vor Olga zu verbergen. Mit der Zeit beginnen sich die Leben der drei immer stärker zu überschneiden. Olgas streng gehütete Routinen geraten durch die ungewohnte Nähe zunehmend aus dem Takt, ihre sorgsam aufgebaute Ordnung gerät ins Wanken. Zwischen der zurückhaltenden, kontrollierten Frau und dem Vater-Sohn-Gespann entsteht eine fragile, unausgesprochene Beziehung, die Olga zwingt, ihre gewohnten Grenzen zu überdenken. So wird aus einer pragmatischen Notlösung ein leises, aber eindringliches Kammerspiel über Nähe, Kontrolle und die unerwarteten Risse, die fremde Leben in ein streng geordnetes Dasein reißen können.
Szenen aus dem Film