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Frau Winkler verlässt das Haus
Angela Winkler, Laura Tonke und Josef Ellers in einem Film von Doris Dörrie
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Worum geht's?
Frau Winkler (Angela Winkler) ist in hohem Alter schwer krank und lebt allein. Ihre Tochter Emi (Laura Tonke) würde gern mehr Zeit für sie haben, doch zwischen Arbeit, Verpflichtungen und finanziellen Grenzen bleibt ihr keine verlässliche Lösung: Weder ein Platz im Pflegeheim noch häusliche Pflege ist in dem Umfang bezahlbar, den Frau Winkler bräuchte. Als Emi schließlich an ihre Grenzen stößt, entscheidet sie sich für einen automatischen Pflegeassistenten, der Frau Winkler im Alltag begleiten soll.
Der Roboter ist für Frau Winkler zunächst ein Fremdkörper. Sie reagiert skeptisch, fühlt sich überwacht und nicht wirklich verstanden. Doch der Assistent nimmt ihr nicht nur körperliche Lasten ab: Er erinnert an Medikamente, hilft bei Routinen und schafft Struktur in den Tagen. Vor allem aber kann er mit ihr sprechen, sie unterhalten und auf ihre Stimmung eingehen - auf eine Weise, die Emi aufgrund ihrer eigenen Verpflichtungen nicht leisten kann.
Mit der Zeit verändert sich das Verhältnis. Frau Winkler merkt, dass der Pflegeassistent nicht nur Funktionen erfüllt, sondern ihr auch das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Aus anfänglicher Abwehr wird eine vorsichtige Zuneigung. Der Roboter wird zum Begleiter in Momenten der Einsamkeit und zu einem verlässlichen Ansprechpartner, wenn die Krankheit ihren Alltag bestimmt.
Als Frau Winkler zunehmend mit der Endlichkeit ihres Lebens konfrontiert wird, beginnt sie, über das letzte Stück des Weges nachzudenken. Dabei erkennt sie, dass der Pflegeassistent ihr möglicherweise beim Sterben assistieren könnte. Diese Vorstellung schenkt ihr einen unerwarteten Trost: nicht im Sinne von Hoffnung auf Heilung, sondern als Möglichkeit, die Kontrolle über das eigene Ende wenigstens teilweise zurückzugewinnen. Emi bleibt dabei im Hintergrund, entlastet durch die neue Unterstützung, während Frau Winkler in dem Roboter eine stille, beständige Nähe findet.
Trailer
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Trailer 1 · Trailer freigegeben ab 12 Jahren
Szenen aus dem Film